AWO intern

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4. Mai 2019

Baden auf der 9. Sozialkonferenz der AWO

Angela Geiger, Gabi Teichmann, Roland Herberger und Thomas Riedel, alle aus Nordbaden, vertraten den Bezirksverband auf der Sozialkonferenz zum Thema „AWO aktiv im Quartier, Ehrenamt und Hauptamt – Hand in Hand“ am 4. Mai 2019 in Köln-Deutz.

 

Nach einem „Kölschen Abend“ zum Kennenlernen der aus ganz Deutschland angereisten Konferenzteilnehmerinnen und – teilnehmer, begann früh am nächsten Morgen ein anspruchsvolles Tagungsprogramm.

 

Nach Grußworten von Wilhelm Schmidt, AWO Bundesverband, Beate Ruland, AWO Bezirksverband Mittelrhein und Sebastian Hartmann, SPD NRW, hielt Prof. Dr. Reinhold Knopp von der Hochschule Düsseldorf einen Vortrag zum Thema „Chancen und Herausforderungen der Quartiersentwicklung für die Menschen“.

 

Daran schlossen sich der Vortrag von Prof. Dr. Harald Schmitz, dem Vorstandsvorsitzenden der Bank für Sozialwirtschaft AG unter dem Titel „Quartiersnahe Versorgung und Herausforderungen bei der Finanzierung“ und ein Fachgespräch über „Kooperation und Vernetzung als Basis gelungener Quartiersentwicklung“ an.

 

Der Nachmittag begann in kleineren Gruppen mit der Vorstellung gelungener Quartiersentwicklungsprojekte der AWO aus ganz Deutschland: Molschd, Saarbrücken, Markt Erlbach, Franken, Erfurter Wiesenhügel, Rentford, NRW, Altenbauna, Hessen und Lauenburg, Schleswg-Holstein.

 

Eine Zusammenfassung, Bewertung und Zielsetzung der Tagung zur Quartiersentwicklung von Brigitte Döcker, AWO Bundesverband, beendete die gelungene Konferenz. Die Forderungen werden in Kürze in einer „Kölner Erklärung“ öffentlich gemacht.

 

Ganz kurz zusammengefasst ging es um die (Wieder-)Entdeckung bei der AWO, dass die Sorge um Einzelschicksale durch Entwicklung, Vernetzung und Angebote für die  Menschen im nahen (Wohn-)Umfeld, also für das Quartier, ergänzt werden müssen. Ein Thema, das durchaus auch für die AWO Baden relevant ist, da es sich insbesondere auf kleinere Stadteile oder Gemeinden bezieht. Erfolgreich umsetzen lässt sich dies aber nur durch eine enge Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt, von Einrichtungen vor Ort, Ortsverein und Kooperationspartnern.

 

Allerdings zeigte sich bei fast allen Beispielen, dass außer dem Ehrenamt auch noch eine nachhaltige finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde notwendig ist, um hohe Qualität auf Dauer zu erzielen, sonst laufen die  Projekte nach dem Ende der Finanzierung aus. Gute Sozialarbeit – und das gilt auch für  gute Quartiersarbeit mit Fachkräften und Räumen – kostet eben Geld. Da ist das reine Ehrenamt sonst bald überfordert.

 

 

Empfohlen hierzu sei die Ausgabe der „Ansicht“  3.18, der Informationsschrift der AWO Bundesverband, mit dem Schwerpunkt  „Aktiv im Quartier“. Die Konferenz ist für Interessierte bei awo.org dokumentiert.

Thor

Vielfalt vor Marie Juchacz: Angela Geiger, Roland Herberger, Gabi Teichmann und Thomas Riedel (von rechts)
Vielfalt vor Marie Juchacz: Angela Geiger, Roland Herberger, Gabi Teichmann und Thomas Riedel (von rechts)