Guten Tag,
Sie sind auf der Homepage der AWO Ortsverein Ettlingen e.V.
Wir beginnen mit dem, was aktuell ist.
Alles andere finden Sie über die Menü-Leiste.
Hier kommen Sie ohne Umweg zu unserer Adresse.
Wir haben die Homepage sorgfältig gestaltet. Trotzdem übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit des Inhalts und lehnen jegliche Haftung ab. Für Anregungen sind wir stets dankbar
Am 8. Februar 2026 gab es bei uns unser Sonntagsfrühstück. Seit 2009 haben wir das dreimal im Jahr für jedermann im Angebot. Unser "Hausfotograf" Peter Becker hat mir die Fotos geschickt, die einen Auschnitt von dem zeigt, was die AWO dabei anbietet. Das muß man mal präsentieren. Fotografiert wie gemalt! Fotos direkt aus der Kamera, nicht "bearbeitet", geschnitten oder KI!
Da sieht man , dass unter unseren Ehrenamtlerinnen auch welche sind, die das mal professionell gemacht haben. Herzlichen Dank dafür.
Übrigens auch bei den Fotos professinelles Ehrenamt. Peter Becker siegte gerade beim Fotowettbewerb der BNN für 2025. Wir gratulieren.ToRi



Gemeinsamer Appell von Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts- und
Wirtschaftsverbänden an die Bundesregierung
Für Verbraucher:innen in Deutschland wird es immer schwieriger, mit Bargeld zu bezahlen und
überhaupt Zugang zu Bargeld zu erhalten. An Selbstbedienungskassen ist oft nur Kartenzahlung
möglich, manche Geschäfte lehnen Bargeld sogar vollständig ab. Wichtige Angebote wie
Bahnfahrkarten und Schwimmbadtickets können zum Teil nicht mehr oder nur unter erhöhtem
Aufwand bar erworben werden. Gleichzeitig werden das Abheben und Einzahlen von Bargeld immer aufwendiger.
Dabei legen Verbraucher:innen großen Wert darauf, bar zahlen zu können.*1.) Für viele Erwachsene und insbesondere auch Kinder ist Bargeld sogar die einzige mögliche Zahlungsform
– etwa bei fehlendem Zugang zu digitalen Zahlungsmethoden aufgrund eines SCHUFA-Eintrags oder weil sie kein Konto haben. Eigentlich hat jede:r Erwachsene das Recht auf ein Basiskonto, aber in der Praxis verweigern Banken dieses häufig. Besonders Menschen in schwierigen Lebenslagen, wie wohnungslose Menschen, stehen dadurch oft ohne digitale Zahlungsmöglichkeit dar.
Für den Handel und das Handwerk steigen die Kosten für die Annahme von Bargeldzahlungen und das Bereithalten von Wechselgeld. Das Einzahlen von Bargeldeinnahmen wird erheblich
schwieriger und teurer, weil Banken die Zahl an Geldautomaten und Bankfilialen reduzieren. Die
Anzahl der Bankfilialen hat sich in den vergangenen 23 Jahren mehr als halbiert, auch die Zahl der Geldautomaten sinkt kontinuierlich.*2.) Alternative Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten etwa über denEinzelhandel sind weder flächendeckend noch überall kostenfrei verfügbar. In ländlichen Regionen müssen Verbraucher:innen weitere Wege zurücklegen, um Bargeld zu erhalten.*3.) Zudem schafft die Postbank die Möglichkeit ab, Sozialleistungen per Scheck in bar auszuzahlen (Zahlungsanweisung zur Verrechnung, ZzV) – ein gravierendes Problem für armutsbetroffene Menschen ohne Konto.
Diese Probleme verstärken sich gegenseitig: Weniger Zugangsmöglichkeiten zu Bargeld steigern die Hürden für Verbraucher:innen und führen zu sinkender Nutzung, was wiederum das Angebot weiter einschränkt. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte Bargeld bald für Verbraucher:innen und Unternehmen nicht mehr als Zahlungsmittel nutzbar sein und ein aufwendiger Wiederaufbau der Bargeldinfrastruktur notwendig werden, wie es gegenwärtig in skandinavischen Ländern wie Schweden zu beobachten ist. Das gilt es zu verhindern!
*1.) Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2023, 2024, S. 50f.
*2.) & *3.) Deutsche Bundesbank: Zugang zu Bargeld in Deutschland, Monatsbericht März 2025, 2025.
Warum Bargeld unverzichtbar ist
Eine Gesellschaft ohne Bargeld schließt nicht nur Menschen aus, sondern ist verwundbar. Das
Verschwinden von Bargeld hätte negative Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft –
insbesondere für Kinder, Ältere und Menschen in prekären Lebenslagen sowie Menschen mit
Behinderungen:
• Bargeld ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe: Bargeld ist ein einfaches Zahlungsmittel, das
unabhängig von digitalen Fähigkeiten, dem Besitz eines Bankkontos, Zugang zum Internet oder
digitalen Endgeräten verwendet werden kann. Besonders Menschen in prekären Lebenslagen
oder Menschen, die das Internet nicht nutzen, sind auf Bargeld angewiesen, um überhaupt
teilhaben zu können. Auch für Kinder und Jugendliche, die häufig weder über ein eigenes Konto
noch über ein Smartphone mit Bezahlfunktion verfügen, stellt Bargeld ein zentrales Instrument
gesellschaftlicher Teilhabe dar.
• Bargeld ist krisenfest: Bei langanhaltenden Stromausfällen, Cyberangriffen oder
Naturkatastrophen bleibt Bargeld ein verlässliches Zahlungsmittel.
• Bargeld fördert das soziale Miteinander im Alltag: Von Kuchenbasaren über Schulfeste bis zu
Spendenaktionen – die Möglichkeiten für Aktivitäten von Vereinen, Kirchengemeinden, Schulen,
Nachbarschaftsinitiativen und anderen ehrenamtlichen Angeboten sind häufig nur mit Bargeld
praktikabel. Auch für eine direkte Hilfe, wie eine Geldspende an wohnungslose Menschen,
braucht es Bargeld.
• Mit Bargeld können Kinder den Umgang mit Geld mithilfe von fassbaren Münzen und Scheinen
einfach erlernen. Bargeld ermöglicht einen frühen Start für finanzielle Bildung und hilft allen
Menschen, ihre Ausgaben im Blick zu behalten.
• Bargeld schützt die Privatsphäre. Bargeld ermöglicht Unabhängigkeit von digitalen Systemen
und informationelle Selbstbestimmung.
Unsere Forderung: Bargeld zukunftsfest machen.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, Bargeld in Deutschland zukunftsfest zu machen. Unser Ziel ist,
dass alle Menschen in Deutschland wählen können, wie sie bezahlen möchten – digital oder bar.
Niemand soll ausgeschlossen werden, weil er oder sie bar zahlen möchte oder muss.
Daher fordern wir ein Gesetz zum Schutz des Bargelds: Es soll sicherstellen, dass Bargeld
grundsätzlich als Zahlungsmittel akzeptiert wird, und dass alle Menschen kostenfrei und
barrierefrei in angemessener Nähe Zugang zu Bargeld haben – sei es über Geldautomaten oder
andere Lösungen. Mit einem solchen Gesetz kann die Bundesregierung ihr Vorhaben aus dem
Koalitionsvertrag, Bargeld zu erhalten und Wahlfreiheit für Verbraucher:innen zu ermöglichen,
verwirklichen.

Fast 300 Delegierte aus ganz Deutschland trafen sich in einer großen Konferenzhalle im, ja im Steigerwaldstadion vom FC Rot-Weiß Erfurt (Regionalliga Nordost) ebenda. In den drei Tagen wurde auch ein neues Präsidium der AWO Bundesverband e.V. gewählt. Die bisherige Doppelspitze aus Kathrin Sonnenholzer und Michael Groß wurde mit überwältigender Mehrheit als Vorsitzende des Präsidiums wiedergerwählt. Aus unserer, badischer Sicht interessant ist, dass der Bezirksvositzende Uwe Presler von der AWO Bezirksverband Baden e.V. neu ins Präsidium aufgerückt ist. Wir gratulieren ganz herzlich dazu. Das ist wichtig für die bundesweite Interessenvertretung der AWO im Südwesten.
Dass die AWO als großer, bundesweiter Sozialverband wichtig genommen wird, zeigt auch die große Zahl prominenter Grußworte. In der Halle sprachen: Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident des Landes Thüringen, Katharina Schenk, Thüringer Sozialministerin (SPD), Andreas Horn, Oberbürgermeister von Erfurt (CDU), und am zweiten Tag kam Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales (SPD). Ein wertschätzendes Video-Grußwort sandte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
Ansonsten gabs viele Berichte, Diskussionen und die Verabschiedung von weit über 100 Anträgen. Konferenzroutine halt.
Und es entstand ein "ikonisches" Foto, das die Delegierten in einem Herzen angeordnet mitten im Steigerwaldstadion zeigt, fotografiert mit einer Drohne.
Tori







Unsere Kita-Teams suchen wieder Verstärkung. Wir habe gute Angebote. Menupunkt "Arbeiten bei der AWO".
Die AWO setzt sich für einen sozialen und ökologischen Wandel der Gesellschaft ein, in dessen Rahmen Klima- und Nachhaltigkeitsziele erreicht werden und generationenübergreifende Gerechtigkeit gelebt wird. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihren über 18.000 Einrichtungen und Diensten vor 2040 klimaneutral zu werden, und dafür einen umfassenden Ziel- und Maßnahmenplan auf den Weg gebracht. Der Bundesverband organisiert die Umsetzung der damit verbundenen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie, entwickelt gemeinsam mit dem Gesamtverband Modellprojekte und koordiniert die politische Lobbyarbeit, in deren Rahmen sich die AWO für einen sozialverträglichen Klimaschutz einsetzt. Um faire und nachhaltige Strukturen zu schaffen und allen Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, entwickelt der Bundesverband – eng vernetzt mit seinen Partnern – innovative Ideen und Konzepte. Er setzt sich für eine gemeinwohlorientierte Ausrichtung digitalpolitischer Entscheidungen ein, gibt Impulse für eine sozial gerechte und inklusive digitale Transformation und verbessert in seinen Projekten ganz konkret den Zugang zu digitalen Technologien – unter anderem für Menschen mit Behinderung oder Armutserfahrung.
Kommentar von hier: Leider hat die AWO-Bundeskonferenz 2019 in Berlin den Antrag der AWO-Baden mehrheitlich abgeleht, den Grundwertekatalog durch "Nachhaltigkeit" zu ergänzen. Immerhin spielt in der Arbeit der AWO Nachhaltigkeit eine wachsende Rolle.

Leider ist es zurzeit nicht möglich unser Büro im Karl-Still-Haus wie früher von Mo. - Fr., 10:00-12:00 Uhr zu besetzen. Das Büro wird nach jetzigem Stand in der Regel am Montagvormittag geöffnet sein. Eventuell noch am Donnerstag oder Freitag. Oder nach Vereinbarung. Bitte sprechen Sie Besuchstermine ab.
Deshalb prüfen Sie bitte stets durch einen vorherigen Anruf
über 07243-333 992, ob das Büro besetzt ist.
Auf dere Bezirkskonferenz der AWO Bezirksverband Baden e.V., gab es einen Wechsel beim Vorsitz. Auf Wilfried Pfeiffer aus dem Kreisverband Konstanz, der nach langjähriger, erfolgreichen Führung des Verbands nicht mehr kandidierte, folgt Uwe Presler aus dem Kreisverband Karlsruhe-Land, der mit über 91% der Delegiertenstimmen gewählt wurde. Wir gratulieren und wünschen viel Erfiolg bei der Erfüllung der anspruchsvollen Aufgabe.
Der Ortsverein Ettlingen spielte in zwei Positionen eine Rolle. Unser Mitglied Rechtsanwalt Jürgen Ernst wurde in das Vereinsgericht gewählt und der Ettlinger Vorsitzende Thomas Riedel kam zum sechsten Mal als Beisitzer in den Bezirksvorstand.
Festakt 100 Jahre AWO in Ettlingen
15. Juni 2024
Gelungene, dem Ereignis angemessene Geburtstagsfeier mit vielen Gästen.
Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens feierte der AWO-Ortsverein Ettlingen mit vielen Gästen im Kasino der ehemaligen Kaserne.
Eröffnet wurde die Feierstunde mit dem Musikstück „Funiculi, Funiculà“, präsentiert vom Bläserquartett des Jugendposaunenorchesters der Musikschule Ettlingen.
Begrüßt wurde die Festgesellschaft durch den stellvertretenden AWO-Vorsitzenden René Asché. Unter den namentlich genannten war auch der
Ehrenvorsitzenden des Bezirksverbands Baden, Hansjörg Seeh. Asché dankte besonders auch den Vertreterinnen und Vertretern von Stadtverwaltung und Parteien und Organisationen und den vielen
AWO-Mitgliedern für ihr Kommen.
Das erste Grußwort gebührte Oberbürgermeister Johannes Arnold, der den AWO-Ortsvereins als „einen Pfeiler der sozialen Landschaft in unserer Stadt“
herausstellte und resümierte, dass Sozialorganisationen immer noch gebraucht werden als soziales Gewissen in unserer Gesellschaft. Er bedankte sich für 100 Jahre Engagement für Solidarität und
Menschenwürde und hob die AWO als Beispiel für Mitmenschlichkeit und soziales Engagement hervor. Ebenso bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit. Als Geburtstagsgeschenk überreichte er dem
AWO-Ortsverein einen großzügigen Spendenscheck.
Frau Margit Freund, Sozialdezernentin beim Landratsamt Karlsruhe überbrachte sie Grüße des verhinderten Landrats Dr. Schnaudigl und hob hervor, dass
die AWO „Träger unserer Versorgungslandschaft“ für Jung und Alt ist. Die Zusammenarbeit mit der AWO bezeichnete sie als positiv, konstruktiv und zielführend.
Das nächste Grußwort kam von Michael Groß, dem Vorsitzenden des Präsidiums der AWO Bundesverband e.V. mit Sitz in Berlin. Er bedankte sich für die Einladung und sagte, dass er dieser sehr gerne gefolgt ist. Das 100-jährige Bestehen eines Ortsvereins ist ein besonderes Jubiläum und zeigt, dass das ehrenamtliche Engagement außerordentlich wichtig ist. Er ging kurz auf die politische Lage ein, und forderte dazu auf, beizutragen, dass unsere Demokratie gestärkt wird.
Wilfried Pfeiffer, der Vorsitzenden der AWO Bezirksverband Baden e.V., betonte, dass der AWO-Ortsverein Ettlingen ein herausragender Verein in Baden sei, sozusagen ein Markstein, da er als einer der ersten in Baden gegründet wurde. Er übergab Thomas Riedel einem Jubiläums-Scheck für die Vereinsarbeit.
Aus dem Vorstand von AWO International, der Organisation für Katastrophen- und Nothilfe und für Entwicklung weltweit, sprach Gabriele Teichmann. Sie erwähnte, dass der Ortsverein Ettlingen bereits seit 2008 Mitglied bei AWO International sei und betonte, dass Thomas Riedel schon früh die Wichtigkeit von AWO International erkannt hatte. Sie überbrachte dem Vorstand fair gehandelten Kaffee und Tee, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft.
Nach den Grußworten folgte das Musikstück „Walzer Nr. 5“ von Dmitri Schostakowitsch.
Danach bedankte sich der Vorsitzende Thomas Riedel für die Grußworte und Geschenke und blickte zurück auf die 100-jährige Geschichte des OV Ettlingen.
Die Gründung in 1924 belegte ein Schreiben an die Stadt Ettlingen, worin vom ersten Vorsitzenden Josef Stöhrer gefordert wird, dass „der Verein Anspruch auf Mitarbeit erhebt in gleicher Weise wie die bestehenden charitativen Organisationen.“
Detailliert zeichnete Riedel die Zwangsauflösung durch die Nationalsozialisten im Jahr Frühjahr 1933 nach. Wie alle sozialdemokratischen Organisationen und Vereine wurden auch die Ettlinger Arbeiterwohlfahrt verboten und bei einer Razzia Unterlagen und Vermögen enteignet.
Im Jahr 1945 begann die AWO wieder mit ihrer Arbeit. Und dann ging es Schlag auf Schlag: 1954 Kita „Im Ferning“, heute „Regenbogen“, 1962 das Vereinsheim im Ferning 8, das „Karl-Still-Haus“.
Dann die Kita Wiesenzwerge in Trägerschaft der AWO Soziale Dienste gGmbH. Der gleiche Träger übernahm das Kinder- und Jugendzentrum „Specht“. 2012 eröffnete das Seniorenzentrum „Franz-Kast-Haus“. Im Jahr 2021 folgte die Kita „Weitblick“ des Ortsvereins.
Bevor der Festredner Prof. Dr. Butterwegge mit seinem Vortrag begann, wurde vom Bläserquartett noch ein Musikstück aus dem „Dschungelbuch“ präsentiert.
Das Thema von Prof. Dr. Butterwegges sehr engagiert präsentiertem Vortrag lautete „Soziale Ungleichheit – Sprengstoff für unsere Gesellschaft“.
Professor Butterwegge beklagte eine wachsende sozio-ökonomische Ungleichheit, nicht nur in Deutschland, und die daraus erwachsen Krisen und Kriege. Wünschenswert sei eine „humane, gleichberechtigte Gesellschaft“. Inzwischen sei „Armut ist kein Randgruppenproblem“. „Relative Armut schlägt um in absolute Armut“, so Professor Butterwegge.
„Wer Armut wirksam bekämpfen will, muss den Reichtum antasten“ und „Armut wird verharmlost, Reichtum wird verschleiert“, sind Zitate aus seinem frei
gehaltenen Vortrag.
Diese soziale Ungleichheit sei Sprengstoff, weil die Armen sich nicht ernst genommen und wahrgenommen fühlen, sie fühlen sich abgehängt, gehen
folglich nicht mehr zur Wahl. Es besteht dadurch die Gefahr, dass die parlamentarische Demokratie immer mehr ausgehöhlt wird.
Prof. Dr. Butterwegge fordert eine Änderung der Steuerpolitik: Kapitalertragsteuer, Körperschaftssteuer, Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer müssen
wieder eingeführt werden, der Mindestlohn sollte sofort drastisch erhöht werden und Leiharbeit sei abzuschaffen. Mit prägnanten Beispielen untermalte er die teilweise absurden Auswüchse des
Steuer- und Wirtschaftssystems.
Der Vortrag wurde am Ende mit großer Begeisterung beklatscht.
René Asché beendete den offiziellen Teil des Programms mit der Aufforderung, bei einem kleinen Umtrunk und einem Imbiss die Feierstunde ausklingen
zu lassen.
Viele Gäste kamen dieser Aufforderung gerne nach und es ergaben sich dabei viele
interessante Gespräche.
Nach Auffassung aller Anwesenden war dies eine gelungene Veranstaltung des AWO-Ortsvereins Ettlingen.
HB/TR
Bei uns bekommen Sie die Notfalldose (SOS Info-Dose) für die Kühlschranktüre.
Alles, was Sie dazu wissen sollten, finden Sie hier.
Das Bingo-Team der Arbeiterwohlfahrt Ettlingen organisiert seit mehreren Jahren regelmäßig alle zwei Wochen im Karl-Still-Haus der AWO einen Bingo-Nachmittag für jedermann. Dabei soll das Glückspiel gleichberechtigt neben der Geselligkeit stehen, die für die oft älteren Menschen wichtig ist. Nach der Corona-Pause wollen wir im September 2021 wieder loslege
Der Erlös kommt natürlich sozialen Einrichtungen zugute. So haben wir wiederholt an die Kinder-Krebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe Geld überweisen können.
Deshalb bitten wir jetzt Sie - vor allem als Gewerbetreibende - um attraktive Sachspenden aus Ihrem Hause.
Wenn Sie selbst nicht helfen können, vielleicht haben Sie Kontakt zu potentiellen Spendern. Sie würden uns sehr helfen.
Selbstverständlich senden wir den Spendern auf Wunsch eine Spendenquittung zu. Die Spenden würden natürlich abgeholt.
Inzwischen sind es 16 Jahre! Immer in gleicher Qualität!
So werden Traditionen geboren: Vor 10 Jahren fand das erste Sonntagsfrühstück der AWO statt. Seither hat es sich zu einem offenen Treff für jedermann mit netten Gesprächen am Frühstückstisch entwickelt. Grund genug, daran zu erinnern, natürlich mit einem Jubelfrühstück.
Das fand am letzten Sonntag im Juli statt. Vor gut gelaunten Gästen erinnerte Thomas Riedel an die ersten Frühstücke im Jahr 2009. Ganz toll war, dass aus den Gästen heraus Frau Laber sich in deren Namen herzlich beim Küchenteam für die viele Arbeit bedankte und den vier Damen mit Orchideen und Gutscheinen eine Freude machte.
Thor



Nachhaltigkeit ist einer der Grundwerte der Ettlinger AWO. Unter dieser Idee konnte der Ortsverein auf seinem Vereinsheim, dem Karl-Still-Haus im Ferning, seine Photovoltaik-Anlage (PV) in Betrieb nehmen. Nach nur zwei Tagen Montage und dem anschließenden Zählertausch durch die SWE ging die Einrichtung zur Stromerzeugung ans Netz.
Die Anlage ist mit einer Fläche von 50 qm und einer Nennleistung von 9,9 kWp (Kilowatt peak) so ausgelegt, dass der Stromverbrauch im Karl-Still-Haus komplett erneuerbar erzeugt werden kann, selbst wenn es eventuell noch eine Steigerung geben sollte.
Der Vorstand beschloss 2018 die Installation, auch im Hinblick darauf, dass die umliegenden Gebäude der Baugemeinschaft in großem Stil mit PV ausgerüstet sind. Außerdem sah der Vorstand darin - neben dem Beitrag zum Klimaschutz - auch eine Wertsteigerung des Gebäudes. Die PV wird sich in wenigen Jahren amortisiert haben.
Leider musste eine große Tanne auf der Rückseite des Gebäudes gefällt werden. Mit deren Verschattung wäre eine PV nicht effektiv gewesen. Außerdem stand der große Baum gefährlich nahe am Haus. Die Räume im Gebäude sind jetzt auch deutlich heller und freundlicher.
Mit Blick auf unsere PV wünschen wir einen sonnigen Sommer – mit ausreichenden Niederschlägen.
Thor
Fotos oben:
Die Installation der Photovoltaik-Anlage.
Bild links:
Die Vogelperspektive (Google Earth aus dem Frühjahr 2018) zeigt links oben das Karl-Still-Haus rückseitig mit der großen, schattigen Tanne. Links unten daneben der Tafelladen. Deutlich sichtbar die Photovoltaik auf den Wohngebäuden der Baugemeinschaft.
Genau einen Tag nachden die Republik und zwei Tage bevor das Frauenwahlrecht vor 100 Jahren eingeführt wurden, fand eine Feierstunde zu diesen beiden Ereignissen statt.
Gemeinsam mit der SPD, die 1918 eine maßgebliche Rolle bei diesen beiden Ereignissen spielte, und der AWO, deren erste Vorsitzende Marie Juchacz durch das Frauenwahlrecht nicht unerheblich an politischem Einfluss gewann, traf man sich im Karl-Still-Haus.
Ein ausführlicher Vortrag von Thomas Riedel zeichete die Entwicklung hin zum Frauenwahlrecht und den langen Weg zur Republik nach. Zur Auflockerung, aber auch zur besseren Erläuterung, wurden an der Leinwand zahlreiche Dokumente, wie Plakate, Flugblätter und Fotos, gezeigt.
Im Anschluss traten die Sozialdemokratinnen Helma Hofmeister-Jakubeit, Sonja Steinmann und Kirsten Wandelt abwechselnd mit Zitaten zum Thema Frauenwahlrecht vor das interessierte Publikum.
Natürlich durfte danach der klassische Berliner Erbseneintopf aus der AWO-Küche nicht fehlen. Bei einem Glas wurde noch lange diskutiert.
Thor
Der Künstler und Stolperstein-Urheber Gunter Demnig verlegte, wie üblich, selbst den Stolperstein für Karl Bastian in der Rheinstraße 104 in Ettlingen. Mit dabei waren der AWO-Ortsvereinsvorsitzenden Thomas Riedel und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. Riedel begründete die spontane Übernahme der Patenschaft auch mit „der antifaschistischer Tradition der AWO und deren Wurzeln in der Arbeiterbewegung“.
Während der Verlegung erinnerte der AWO-Vorsitzende an das Leben des am 10. Februar 1904 geborenen Karl Bastian, der zum Lehrer ausgebildet wurde und dann ein hartes Leben führte, in einer Odyssee zwischen vielen, stets wechselnden Dienststellen und Einweisungen in verschiedene Anstalten. Er wurde endgültig für dienstunfähig erklärt, sterilisiert, geschieden, arbeitslos und entmündigt. 1940 wurde er nach Wiesloch eingeliefert und von dort nach Grafeneck deportiert, wo er am 15. Oktober des gleichen Jahres ermordet wurde. Der Euthanasie-Mord wurde als Tod in der chirurgischen Klinik Heidelberg perfide „getarnt“.
Riedel, selbst pensionierter Lehrer, bekannte, dass ihn Karl Bastians Schicksal besonders stark bewegt hat, weil er einfach nur ein Lehrer mit Schwierigkeiten war, den die Nazis deshalb umbringen ließen.
Thor

Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2018 der Großen Kreisstadt Ettlingen erhielt der Ettlinger AWO-Vorsitzende Thomas Riedel in der vollbesetzten Stadthalle aus den Händen von Oberbürgermeister Johannes Arnold die Ehrenmedaille der Stadt für besonderes Engagement im Ehrenamt.
In seiner Begründung für die Auszeichnung erwähnte OB Arnold auch das jahrzehntelange ehrenamtliche Wirken unter anderem als Ortsvereinsvorsitzender und Kassierer in der SPD. Danach zählte das Stadtoberhaupt als Schwerpunkt die Tätigkeiten von Thomas Riedel in der örtlichen und regionalen Arbeiterwohlfahrt auf.
2001 wurde Riedel zum Vorsitzenden des Ortsvereins Ettlingen gewählt. Unter seinem Vorsitz hat sich die Zahl der AWO-Mitglieder mehr als verdoppelt. Damals betrieb der Ettlinger Ortsverein einen zweigruppigen Kindergarten, inzwischen gibt es in Ettlingen mehr als zwölf Kitagruppen in AWO-Trägerschaft. Seither kamen noch das Jugendzentrum Specht und das Senioren-Versorgungszentrum Franz-Kast Haus als AWO-Einrichtung hinzu.
Seit 16 Jahren ist Thomas Riedel stellvertretender Vorsitzender der AWO Kreisverband Karlsruhe-Land e.V. und ab 2006 auch als Beisitzer im Vorstand der AWO Bezirksverband Baden e.V. Dazu kommen noch zahlreiche ehrenamtliche Aufgaben als Delegierter und Aufsichtsrat, auf Konferenzen und in Kommissionen.
OB Arnold bestätigte, dass Thomas Riedel bei seiner Ehrenamtsarbeit stets die Leitwerte der AWO, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz am Herzen lägen.
Riedel bedankte sich für die Ehrung, die ihn nicht nur persönlich gefreut habe, sondern die wohl auch der AWO als Ganzes gut tue. Neben der Urkunde und der Medaille gab es noch eine Flasche exzellenten Champagner aus Ettlingens Partnerstadt Epernay, Mittelpunkt der Erzeugerregion des edlen Getränks.
Thor